Pendlerpauschale 2025: Kleine oder große — wer bekommt wie viel?
Die österreichische Pendlerpauschale reduziert deine Lohnsteuer direkt. Kleine oder große Pendlerpauschale, Pendlereuro, Antrag — alles was du 2025 wissen musst.
Wer regelmäßig zwischen Wohnung und Arbeit pendelt, hat in Österreich Anspruch auf die Pendlerpauschale — einen steuerlichen Absetzbetrag, der die Fahrtkosten pauschal berücksichtigt. 2025 lohnt sich der Antrag mehr denn je.
Kleine vs. große Pendlerpauschale
Welche Variante dir zusteht, hängt davon ab, ob du öffentliche Verkehrsmittel zumutbar nutzen kannst:
Kleine Pendlerpauschale (öffentliche Verkehrsmittel zumutbar)
- Einfache Wegstrecke 20–40 km: €696/Jahr
- 40–60 km: €1.356/Jahr
- Über 60 km: €2.016/Jahr
Große Pendlerpauschale (öffentliche Verkehrsmittel unzumutbar)
- 2–20 km: €372/Jahr
- 20–40 km: €1.476/Jahr
- 40–60 km: €2.568/Jahr
- Über 60 km: €3.672/Jahr
Pendlereuro: Zusätzlicher Absetzbetrag
Zusätzlich zur Pendlerpauschale gibt es den Pendlereuro: €2 pro Kilometer der einfachen Fahrtstrecke pro Jahr. Bei 30 km Wegstrecke sind das €60/Jahr extra — direkt von der Steuer.
Beispiel: 35 km Wegstrecke, öffentliche Verkehrsmittel unzumutbar:
- Große Pendlerpauschale: €1.476/Jahr
- Pendlereuro: 35 km × €2 = €70/Jahr
- Gesamtentlastung: ~€1.546/Jahr
Wie beantrage ich die Pendlerpauschale?
Über den Arbeitgeber (laufend)
Fülle das Formular L34 aus und gib es deinem Arbeitgeber. Er berücksichtigt die Pendlerpauschale dann direkt bei der monatlichen Lohnverrechnung — du zahlst sofort weniger Lohnsteuer.
In der Arbeitnehmerveranlagung (rückwirkend)
Du kannst die Pendlerpauschale in der ANV für bis zu fünf Jahre rückwirkend beantragen. Das Finanzamt erstattet die zu viel bezahlte Lohnsteuer.
Wann steht mir die Pendlerpauschale zu?
Grundvoraussetzung: Du fährst an mindestens elf Tagen im Monat zur Arbeit. Bei weniger als elf Tagen, aber mindestens acht Tagen, steht dir das Pendlerpauschale zu zwei Dritteln zu; bei vier bis sieben Tagen zu einem Drittel.
Wer im Homeoffice arbeitet, muss die Pendlerpauschale entsprechend kürzen — an Homeoffice-Tagen fällt der Pendlerweg weg.
Pendlerrechner des BMF
Das Bundesministerium für Finanzen stellt unter pendlerrechner.bmf.gv.at ein offizielles Tool zur Verfügung, das anhand deiner Wohn- und Arbeitsadresse automatisch berechnet, ob dir die kleine oder große Pendlerpauschale zusteht. Das Ergebnis ist für das Finanzamt verbindlich und sollte dem L34-Formular beigelegt werden.
Pendlerpauschale bei Teilzeitarbeit und Homeoffice
Bei Teilzeit steht das volle Pendlerpauschale zu, wenn die Mindest-Pendelanzahl erreicht wird. Wer nur teilweise im Büro arbeitet, muss die tatsächlichen Fahrtage zählen und die Pauschale anteilig ansetzen. Seit 2023 ist das Homeoffice-Thema in der Lohnverrechnung explizit geregelt — dein Arbeitgeber kann dir dabei helfen.